18.11.2015 RNZ, 17.11.2015

 

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07.07.2015 Rezension Zürich

 
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18.06.2015 Rhein-Neckar-Zeitung, 18.06.2015

 
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19.03.2015 Rhein-Neckar-Zeitung, 19.03.2015


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09.03.2015 Klangforum zieht in einen Wasserturm


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13.02.2015 Musik aus einer anderen Welt

 
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29.01.2015 Rhein-Neckar Zeitung, 29.01.2015


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23.12.2014 Rhein-Neckar-Zeitung 23.12.2014

 
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19.12.2014 Tagestipp

 
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16.12.2014 Rhein-Neckar-Zeitung, 16.12.2014

 
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01.12.2014 Rhein-Neckar-Zeitung vom 01. Dezember 2014


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24.10.2014 Looping BW - Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.10.2014


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02.10.2014 Rhein-Neckar-Zeitung vom 02.10.2014

 
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16.09.2014 Rhein-Neckar-Zeitung - Rezension Literatursommer 2014 II


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15.09.2014 RNZ - Rezension Literatursommer 2014


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10.09.2014 Ankündigung Literatursommer

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04.09.2014 Mannheimer Morgen - Porträt

„Brahms lieben wir trotzdem“

 "Bei den Bässen hängt das F noch etwas runter." Walter Nußbaum hört es ganz genau. Der Dirigent der Schola Heidelberg probt allerneueste Vokalmusik, auch wenn diese den Uralttitel "Madrigal" mit sich herumträgt. Salvatore Sciarrino hat 2006 ein ganzes Dutzend davon komponiert, das letzte Stück der Sammlung liegt jetzt auf den Pulten. Der puristisch karge Text beschwört den "sole alto", also eine hoch am Himmel glühende, südliche Sonne, und den "mare di cicale", einen Ozean surrender, am Ende förmlich explodierender Zikaden. Dazu schreibt Sciarrino eine manchmal fast naturlauthafte, oft archaische Musik, die feinste Nuancierungen verlangt.

Die Schola Heidelberg ist hier in ihrem Element, das hört man gleich. Ein wenig besser freilich geht es immer noch. "Es ist schon sehr gut, aber..." - so und ähnlich redet Walter Nußbaum häufig. Ein gewiefter Pädagoge: Fordern, aber stets auch fördern, lautet das Konzept. Mit seinem Niemals-locker-Lassen hat er es schon ziemlich weit gebracht: Die Schola ist erfolgreich bei den Festspielen in Schwetzingen, Luzern und Salzburg aufgetreten (um nur einige zu nennen). Sie hat dabei mit dem SWR-Orchester Baden-Baden und Freiburg und ähnlichen Kalibern musiziert. Es ist schon etwas seltsam, dass das in der hiesigen Region noch längst nicht jeder weiß. In Ludwigshafen hat die Schola bislang kein Konzert gegeben, und in Mannheim nur ein einziges, vor etwa 15 Jahren - Nußbaum weiß es nicht mehr ganz genau.

Claus Meissners Mannheimer Gesellschaft für Neue Musik wäre doch wohl ein naheliegender, fast idealer Partner für ein auf Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts ausgerichtetes Ensemble, dessen Renommee nicht anzuzweifeln und schon längst ein internationales ist. Claus Meissner sagt auf Anfrage, es sei wohl wirklich Zeit für eine Einladung, er habe allerdings die Planung für die "zeitgenössische" Konzertreihe inzwischen an den Mannheimer Kompositionsprofessor Sidney Corbett abgegeben.

Man wird also sehen müssen. Walter Nussbaum hat ja ohnehin Geduld gelernt: Der Schola - und dem angeschlossenen (Instrumental-) "ensemble aisthesis" - fehlen seit der Gründung 1992 adäquate Probenräume. Das Sciarrino-Madrigal wird im Musikzimmer der Thadden-Schule einstudiert, im Heidelberger Stadtteil Wieblingen. Vermitteln für die Zukunft

Mit dieser Schule läuft ein Kooperationsprojekt, "Musikvermittlung" ist ein großes Thema für die Zukunft. Dominique Mayr, rühriger neuer Geschäftsführer des Heidelberger KlangForums, des Dachvereins für Schola und Instrumentalensemble, sieht hier eine seiner Hauptaufgaben. Wichtiger ist nur noch, nach privaten Geldgebern zu fahnden. Stadt und Land geben das Nötigste, aber für einen regelmäßigen Konzertbetrieb reicht das noch nicht. Man arbeitet projektweise. Dann aber äußerst intensiv: vier lange Probenblöcke jeden Tag, etwa zehn Tage lang.

So viel Beharrlichkeit führt irgendwann zum Ziel, und Walter Nußbaum hat diese Beharrlichkeit bereits im Heidelberger Stadtteil Neuenheim bewiesen, wo er 17 Jahre lang als Kantor der Johanneskirche wirkte und dort ein Vokalensemble führte, dessen Vorbild Clytus Gottwalds Stuttgarter Schola Cantorum war. Auch in der Grundausrichtung, "klassische" Vokalpolyphonie des 16. und 17. Jahrhunderts mit der zeitgenössischen Musik zu kombinieren. Diese Tonsprachen verbinde mehr, als oft vermutet werde, beispielsweise könnten beide kein Vibrato brauchen. Zeitgenössische Musik mit ihrem häufigen Gebrauch von Vierteltönen sowieso nicht: Reines Intonieren sei da unerlässlich.

Und Romantik ist tabu? "Nein, nein", lacht Walter Nußbaum, "Brahms lieben wir trotzdem." Aber nebenan wartet schon Niklas Seidl. Dieser junge Komponist verwendet Sampling- und Verfremdungstechniken, ergänztum Live-Gesang.

Das ist manchmal so kompliziert, wie es sich anhört. Und die Cluster müssten "noch ein bisschen flockiger" daherkommen, wünschen sich Dirigent, Sänger und Komponist fast unisono. (HGF)

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 03.09.2014

28.07.2014 Claude Vivier - Love Songs

 
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23.07.2014 "...statt Grillen mit Stil..."


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13.06.2014 Amsterdam-Zürich


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28.04.2014 Rhein-Neckar-Zeitung IBA


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15.03.2014 Rhein-Neckar-Zeitung 15.März 2014


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01.03.2014 Neue Musik macht Schule!

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09.01.2014 Entsetzen in Klang gegossen

Offenburger Tageblatt vom 24. Dezember 2013

Entsetzen in Klang gegossen

24.12.2013

Große Kontraste bot das Kirchenkonzert des Vokalensembles Schola Heidelberg zugunsten der Bürgerstiftung am Samstagabend in Goldscheuer. Zwischen geistlichen Chorälen aus dem 17. Jahrhundert erklangen befremdende Gesänge, gemahnend an Katastrophen unserer Zeit.

Konzert zugunsten der Bürgerstiftung Kehl Kontrastreiches Programm der Schola Heidelberg mit zeitgenössischen Werken und geistlicher Musik

Kehl-Goldscheuer. Fukushima und Lampedusa - diese an sich unschuldigen Orte sind im Kollektivgedächtnis der Menschheit fest verknüpft mit Tragödien unserer Zeit. Der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas hat das Entsetzen in Klang gegossen, der sich verstörend in die Gehörgänge der Zuhörer bohrt: Einzeln ausgestoßene Töne, die sich in an- und abschwellendes Sirenengeheul verwandeln, in einer Reinheit, dass sie fast unirdisch erscheinen. Es ist kein Gesang, es ist ein langgezogenes Klagen, von zwei Solosängerinnen mit stoischer Miene und konzentrierter Exaktheit vorgetragen.

Das durch Fernsehbilder konditionierte Gehirn versucht unwillkürlich zu deuten: das Brausen der großen Wellen, die Schreie der Ertrinkenden, das Schrillen der Alarmsirenen, das Wehklagen der Überlebenden, die Verzweiflung der Alleingelassenen füllen die Goldscheurer Kirche »Maria, Hilfe der Christen«, auch als »Graffiti-Kirche« bekannt. Eine Musik, auf die sich ungeübte Ohren einlassen müssen, Musik, die schmerzt und berührt.

Geschickt hat Dirigent Walter Nussbaum die zeitgenössischen Stücke in den vertrauten Wohlklang geistlicher Musik, überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert, gebettet. In wechselnder Besetzung bringt die Schola Heidelberg mit glasklarer Präzision kirchliche Choräle und Motetten zu Gehör. Reizvoll die Darbietung von Johann Bachs »Unser Leben ist ein Schatten« als Wechselspiel von sichtbaren und unsichtbaren Stimmen, die bangen Gedanken an den Tod und den Trost der Erlösung im Jenseits symbolisierend. Brausend und stimmgewaltig Claudio Monteverdis »Dixit Dominus« aus seinem bekanntesten Werk, der Marienvesper. Schmeichelnd und beruhigend Georg Böhms Orgelsolo »Gelobet seist du, Jesu Christ«, dargeboten vom »Clavieristen« des Ensemble Aisthesis, J. Marc Reichow.

Vertonte Schriften

Erneut ein Bruch, ein musikalischer Sprung in unsere Zeit mit einer Komposition der britischen Komponistin Naomi Pinnock, die mit »The writings of Jakob Br.« Schriften eines psychisch Erkrankten vertont hat, die aus sich wiederholenden Worten bestehen. Aus schwebenden Tönen blitzen einzelne Wort- und Silbenfragmente auf, die sich verbinden und verdichten, schließlich zusammenfinden und in einem auf- und abschwellenden Strom enden.

Auf das ungewohnte Hörerlebnis folgt mit »Lauda Jerusalem« erneut ein Stück aus Claudio Monteverdis Marienvesper, das die Hörer auf vertrautes Terrain zurückführt. Faszinierend die Exaktheit der Sänger und Sängerinnen. die sich besonders in den leisen Tönen zeigt.

Mit mehreren weihnachtlichen Chorälen beschließt das zwölfköpfige Ensemble den Abend, den das Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Ein ungewöhnlicher Musikgenuss im Weltklasseformat, zu dem der vom Offenburger Künstler Stefan Strumbel mit Sprühdose und LED-Leuchten gestaltete Innenraum der Kirche wie kein anderer passt.

aktualisiert am 09.01.2014, 11:08 Uhr

23.12.2013 Weihnachtskonzert


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05.11.2013 Rhein-Neckar-Zeitung - Dominique Mayr


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16.10.2013 Rhein-Neckar-Zeitung - Kunstverein mit Kalitzke


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18.09.2013 Rhein-Neckar-Zeitung - Leibowitz


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17.09.2012 Dialoge über die Zeiten

Kunstvolle Festival-Eröffnung anlässlich des 20-jährigen Bestehens zweier wertvoller Ensembles: "Schola
Heidelberg" und "ensemble aisthesis", beide gegründet von Walter Nußbaum. Sie sind nicht mehr wegzudenken in der Vorstellung zeitgenössischer Musik, viele Uraufführungen und Auftragswerke entstanden und entstehen im Dialog mit aktuellen Musikern und Tendenzen.
Diese aufzuspüren und dem Publikum nahe zu bringen ist erstes Anliegen der Ausnahme-Konstellation. Heidelberg darf stolz sein, dass diese Sänger und Instrumentalisten den Namen der Stadt als Zeichen tragen und als kulturelle Botschafter international tätig werden. (Eckhard Britsch, Mannheimer Morgen, 17.09.2012)

17.09.2012 Unvergessliches Geschenk

Feldmans "Rothko Chapel" zum Abschluss war da ganz anderer Natur. Ein filigranes, leises Stück Erinnerung in typischer Feldman-Manier... Walter Nußbaum und die Schola sowie die Instrumentalisten von
"aisthesis" realisierten ein großes Finale mit nur scheinbar wenig Mitteln. Doch die Partitur hat es in sich, mit bisweilen doppelchöriger Zwölfstimmigkeit und vor allem dynamisch äußerster Differenzierung
bis hin zum kaum mehr Hörbaren. So still war es in der Peterskirche selten. Das Stück überhaupt einmal live hören zu können war ein Ereignis. Und in dieser musikalischen Qualität: ein unvergessliches Geschenk. (Matthias Roth, Rhein-Neckar-Zeitung 17.09.2012)

17.09.2012 Sinnlicher Spaß Neuer Musik

Die Spiegelung des Alten in dem Aktuellen gehört zu den faszinierenden Momenten in der Musik und war von Anfang an prägend in der Arbeit des KlangForum Heidelberg. Die Auftragswerke, die es vergibt, thematiserit eigens solche Auseinandersetzung heutiger Komponisten mit alten Traditionen... Die soghaft visionäre Qualität der Musik Bernhard Langs konnte in "Hermetica IV - O dolorosa gioia" nach dem gleichnamigen Gesualdo-Madrigal erneut überprüft werden....Aus dem süßen Schmerz des zuvor gesungenen Madrigals ist bei Lang ein düsteres Psychodrama geworden: De honigsüßen Liebesseufzer münden in galliges Wehklagen. Unter der Leitung von Walter Nußbaum gelang der bestens präparierten Schola eine Uraufführung von suggestivem Reiz und fesselnder Wirkung.... Seine hohe Kompetenz der Klanggestaltung zeigte das von Nußbaum geleitete Ensemble daneben in der Uraufführung von Cornelius Schwehrs "Passagen in fein ausbalancierten Klängen. Wie viel sinnlichen Spaß Neue Musik machen kann, zeigte der frenetisch umjubelte Konzertschluss mit Iannis Xenakis' "Kassandra" in einer furiosen Aufführung von Tobias Schlierf (Bariton) und Boris Müller (Schlagzeug). (Rainer Köhl, Rhein-Neckar-Zeitung, 17.09.2012)

23.09.2010 Sensible Klangkünste und kecke Fingerübungen

Mozart war - man merkt es plakativ ja gar nicht, so selbstverständlich kommt bei ihm alles daher - auch ein Meister des Instrumentierens. Eine Kostprobe davon gab das Bläseroktett Ensemble Prisma zur Saisoneröffnung "KlangForum" im Heidelberger Prinz Carl-Palais mit dem Oktett in c-Moll (KV 388). Sehr akzentuiert spielten sich die jungen, technisch exzellenten Instrumentalisten die dialogischen Bälle zu und balancierten die heiklen Klanggewichte sehr schön aus. Dass der Saal im Prinz Carl akustisch fast ein wenig zu klein ist für diese Besetzung, liegt in der Geometrie begründet.

Mit der Schola Heidelberg hat sich Walter Nussbaum einen A-cappella-Kammerchor geschaffen, der den Vergleich mit spezialisierten Rundfunkensembles nicht zu scheuen braucht. Die Klangsensibilität, mit der etwa die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Sätze von Bernd Alois Zimmermann durchzogen war, ließ aufhorchen ... Die acht Sängerinnen und Sänger machen den Hörer neugierig auf mehr.
(Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen, 23.09.2010)

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22.09.2010 Unverwechselbar und einzigartig

Wenigen gelingt das, was Walter Nußbaum.... im Laufe der vergangenen 18 Jahre gelang: Einen Klangkörper zu schaffen, der so unverwechselbar, so einzigartig ist, dass man ihn unter Tausenden wiedererkennen würde.
Sein Vokalensemble SCHOLA HEIDELBERG ... setzt musikalische Akzente in eine ganz bestimmte Richtung, realisiert eine Exaktheit in der Tongestaltung, die kompromisslos unzweideutig ist, dabei ohne jedes Vibrato und transparent, aber nicht kristallin. Hier bricht sich nichts, hier dringt alles durch, bis in die letzte Faser des Klangs...
Dass das ensemble prisma....zu einem außergewöhnlichen Klanggenuss beitrug sei genauso wenig verschwiegen wie Beethovens Bläseroktett Es-dur, op. 103, das weit weniger klassisch wirkte, sondern viel aufregender und radikaler, als man es erwartete.
(Astrid Mader in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.09.2010)

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08.09.2010 musikfest berlin 10: Ensemble Modern und Beat Furrer

Dies alles wurde wie das gesamte Programm feinnervig und überlegen vom Ensemble Modern und der unglaublich präzisen Schola Heidelberg unter Furrers inspirierter Leitung dargeboten...
Das eigentlich Faszinierende ist aber auch hier nicht der Text selbst, sondern das Atmen. 90 Minuten Variationen über Atem, ein einmaliges Stück der Musikgeschichte. Denn nur in ihm können sich "Sie" und "Er" erspüren, auch wenn sie sich nie begegnen. Zurück bleibt Einsamkeit.
(Clemens Goldberg, kulturradio, 08.09.2010)

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25.06.2009 Weltklasse made in Heidelberg

"Vor Jahrzehnten war es das höchste Lob, das man einem Ensemble machen konnte, die Behauptung, es habe die Musik "plattenreif" wiedergegeben. Das ist bei der "Schola Heidelberg" längst Standard. Nicht selbstverständlich sind Auszeichnungen für diverse Aufnahmen, wie sie dem Ensemble unter Walter Nußbaum nun mehrfach zuteil wurden. [...] Weltklasse made in Heidelberg - die zahlreichen Besucher des jetzigen Konzerts wussten dies mit enthusiastischem Beifall zu belohnen." (Rhein-Neckar-Zeitung, 25.06.2009, Matthias Roth)

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20.03.2009 Wenn Musiker träumen oder: Die Unschärfe des stiefen Schlafs

Das Ensemble machte eine leidenschaftliche Aufgabe daraus und fesselte von Anbeginn. Besonderes das "wienerische" Adagio gelang mit Delikatesse, legte Schönbergs Wurzeln frappierend offen und machte dem Ensemble "aisthesis" (der Name bedeutet etwa "sinnliche Wahrnehmung") alle Ehre.
(Rhein-Neckar-Zeitung, 20.03.2009)

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23.12.2008 Erhebende Kunststücke. Extravagante Weihnachtsgesänge

... Was die fünf Sängerinnen und sieben Sänger der Schola dem begeisterten Publikum an stilistischer wie klanglicher Finesse boten, bestätigte einmal mehr den Ausnahmerang dieses beispielhaft ausgewogen besetzten und atemberaubend flexibel reagierenden Vokalensembles...

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29.10.2008 Das Fremde in uns fängt zu singen an

Nigel Osbornes "Naturtöne/Abschied" ist ein lohnendes Werk, das die Vokalisten der Schola in seiner ganzen klanglichen Sinnlichkeit erfassten. Dirigent Walter Nußbaum modellierte geradzu eine - von Osborne durchaus so implizierte - brahmssche Klangopulenz. Weitere Vokalwerke rundeten das Programm ab: Man hörte Madrigale von Michelangelo Rossi sowie zwei kirchliche Kompositionen von Palestrina und Gesualdo, die sich in der Akustik des Kunstvereins überaus angenehm realisieren ließen. Das fantastische Ensemble vrstand es, sich nahtlos von der heutigen in die mittelalterliche Klangwelt zu begeben. (Rhein-Neckar-Zeitung, 25./26. Oktober 2008)

18.09.2008 Die unendliche Suche nach dem Paradies

Der Komponist und Jazzgitarrist Matthias Ockert führte im ZKM  mit der SCHOLA HEIDELBERG und dem ensemble aisthesis sein neues Stück "Primum Mobile" für drei Stimmen, Ensemble und Elektronik auf. Die musikalische Leitung hatte Walter Nußbaum, ein Spezialist für Moderne Musik.... Durch hervorragende kurze Soli einzelner Instrumente in Kombination mit dem ästhetisch schönen Gesang erzielte das moderne Klangbild insgesamt eine intensive Wirkung. ... Das beeindruckende Ergebnis wurde von den Zuhörern durch reichen Beifall gewürdigt. (Sonja Honold, Badische neueste Nachrichten)

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24.07.2008 Das Pflänzchen ist gewachsen

Gespräch mit Walter Nussbaum, dem Leiter des Heidelberger Kompositions-Projekts Prinzhorn
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Vom Prinzhorn-Museum erhielten wir eine Anfrage, ob wir zur Eröffnung des Museums 2001 Musik machen könnten. So bekamen wir die Idee, Werke von Komponisten aufzuführen, welche die Prinzhornsammlung als Vorlage benutzt hatten. Das war dann so ermutigend, dass wir uns sagten, da wollen wir mehr draus machen. 25 Kompositionen haben wir danach in Auftrag gegeben. Nächstes Jahr geht das Projekt zu Ende. Die Werke wurden alle vom Hessischen Rundfunk aufgenommen und sollen dann als CD erscheinen. Derzeit suchen wir ein Label.... (Rainer Köhl, © Rhein-Neckar-Zeitung)

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01.06.2008 Punkte, Linien, Verzweigungen, Räume

...Der Drang zur "Linie", der die dramaturigsche Linie des diesjährigen Witten-Programms dominiert, führt mitunter auch ins Abseitige, ... Hier ist Johannes Kalitzkes Metamorphose für vier Männerstimmen und Akkordeon mit dem Titel "-inn Stufender Sonderung" das sicher adäquateste Werk, komplex auch in seinen Ausdrucksmitteln zwischen Sprache, Geräuschen (das Schreibgekratze auf den Pulten der Vokalisten) und den sparsam gesetzten Einwürfen des Akkordeons... (Gerhard Rohde, Neue Zeitschrift für Musik)

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03.05.2008 Linien, Verzweigungen - auch kulturell. Vierzig Jahre Wittener Tage für neue Kammermusik

... Einige Werke setzten sich mit Texten aus der Heidelberger Prinzhorn-Sammlung, künstlerischer Äusserungen oder kommunikationsversuchen psychisch Schwerkranker auseinander. Hier also wird eine Linie überschritten. Mit Abstand das interessanteste und refletierteste Werk aus dieser Reihe war Johannes Kalitzkes "-inn Stufender sonderung" (2008) für vier Männerstimmen und Akkordeon, ein komplexes, auch musiktheatralisches Einringen in eine Sprache zwischen Aufschrei und zerstörter Kommunikation. Materialzyklen werden variiert, umgestellt und münden immer wieder in obsessive Schreibgeräusche - ein Stück über die Wahrnehmung, über Chaos und Verständlichkeit. Einfacher, doch stets respektvoll und durchaus bemerkenswert waren die Lösungen von Nigel Osborne und Jay Schwartz... (Alfred Zimmerlin, Neue Zürcher Zeitung)

01.05.2008 Wittener Tage für neue Kammermusik

....Die Höhepunkte des Festivals wurden allerdings durch die Auftritte der SCHOLA HEIDELBERG unter Leitung von Walter Nußbaum markiert: Johannes Kalitzke schuf, basierend auf Textfragmenten psychisch Kranker aus der Heidelberger Sammlung Prinzhorn, mit "inn Stufender Sonderung" eine erstaunliche "Metamorphose für vier Männerstimmen und Akkordeon" (2008)... (Dr. Stefan Drees, magazin.klassik.com)

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01.05.2008 Augenblicke, in denen die Zeit sich spiegelt

... So beschäftigen sich gleich drei Kompositionen mit Materialien aus der Heidelberger Prinzhorn-Sammlung, die künstlerische Erzugnisse psychisch Kranker archiviert... (Dirk Wieschollek, Neue Zeitschrift für Musik)

29.04.2008 Keine Kohle, aber jede Menge Klangkunst

In Witten wird längst keine Kohle mehr gefördert. Geblieben sind aber zwei bedeutende Schmieden: eine für Edelstahl und eine für neue Kammermusik - die "Wittener Tage für neue Kammermusik". Bis heute lassen sich in diesem Bergwerk der Avantgarde klingende Adern und Flöze entdecken. Glück auf! ... Auf Texten psychisch Kranker aus der Heidelberger Prinzhorn-Sammlung basierten drei von insgesamt fünfzehn WDR- und vier weiteren Kompositionsaufträgen. Für die hervorragenden Vokalsolisten der Schola Heidelberg unter Leitung von Walter Nußbaum kombinierte Johannes Kalitzke ein konvulsivisch atmendes Akkordeon mit einem Männerquartett,... (Rainer Nonnenmann, Kölner Stadt-Anzeiger)

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01.03.2008 Itrusianische Musik

Das Prinzhorn-Projekt des Klangforum Heidelberg

Die Heidelberger Sammlung Prinzhorn, die die künstlerischen Äußerungen psychisch gestörter Menschen aufbewahrt und dokumentiert, stellt in einem Projekt verschiedene musikalische Deutungen dieser Schöpfungen vor und zugleich «die Klassifikation von Krankheit und Normalität an sich zur Diskussion». Bislang umfasst das Prinzhorn-Projekt etwa 25 Kompositionen, die jüngsten standen bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik zur Uraufführung an...
( Otto Paul Burkhardt,  Neue Zeitschrift für Musik 03/2008, Seite 32)

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