01.08.2011 Erfolg bei den Salzburger Festspielen
Mit „Prometeo“ von Luigi Nono debütierte die SCHOLA HEIDELBERG am 30. und 31. Juli 2011 bei den Salzburger Festspielen.
Nono nannte das 21/2-stündige Werk eine „Tragödie des Hörens“. Mit dieser und anderen Kompositionen aus seinen letzten Jahren wollte er seine „ganze Arbeit“ und sein „ganzes Dasein als Musiker heute und als Intellektueller in dieser Gesellschaft neu (…) durchdenken, um neue Möglichkeiten der Erkenntnis und des Schöpferischen zu entdecken.” Die Orchester-, Chor- und Solistengruppen sind so um die Zuhörer herum gruppiert, die Live-Elektronik so eingesetzt, dass der Klang um das Publikum „herumwandert“, sich in das hohe Kirchenschiff der Kollegienkirche aufschwingt und wieder zurückfindet zu den Hörerinnen und Hörern, die bewusst ihren eigenen Weg durch die Musik finden sollen.
“Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken, die Intelligenz, die Exteriorisierung einer äußersten Interiorisierung. Das ist heute das Entscheidende”. (Luigi Nono)
Unter Leitung von Ingo Metzmacher und der Klangregie von André Richard, die auch schon bei der Aufführung von „Prometeo“ vor 18 Jahren in Salzburg gestalteten, sang die SCHOLA HEIDELBERG zusammen mit dem Ensemble Modern Orchestra, den Solistinnen und Solisten Cyndia Sieden, Monika Bair-Ivenz, Susanne Otto, Noa Frenkel, Hubert Mayer, Caroline Chaniolleau, Mathias Jung, Solistinnen und Solisten des Ensemble Modern und der zweiten Dirigentin Matilda Hofman. Die SCHOLA HEIDELBERG wurde in den Tagen vor den Salzburger Proben in Heidelberg von Walter Nußbaum einstudiert.
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