12.09.2011 Uraufführungen von Martin Smolka und Christian Utz
Zwei besondere Uraufführungen sind im nächsten Konzert des KlangForum Heidelberg im Heidelberger Kunstverein zuhören: Die Komponisten Martin Smolka und Christian Utz haben sich kompositorisch mit der Frage auseinander gesetzt, was Renaissance-Madrigale für ihre heutige Musiksprache bedeuten können. Zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen spannende Antworten sind dabei entstanden: Während der tschechische Komponist Martin Smolka sein Werk für 5 Stimmen und Streichquartett konzipierte, greift der Österreicher Christian Utz auf so scheinbar unterschiedliche Instrumente wie Cembalo, Synthesizer, Akkordeon, Saxophon, Violine und Violoncello zurück. Utz ließ sich von den Tonexperimenten der Renaissance inspirieren und sucht nach Berühungspunkten und Kontrasten in außereuropäischer Musik. – Kontrastieren wollte auch Martin Smolka die Renaissance-Madrigale: inhaltlich indem er der unerfüllbaren und unerfüllten Liebe der Madrigale Texte aus dem Hohelied entgegenstellt; harmonisch, indem er der „reichen harmonischen Entwicklung und Überraschung von Gesualdo“ (Smolka) statische Harmonik gegenüberstellt.
Konzert: 25. September 2011, 11.00 Uhr Kunstverein Heidelberg, anschließend: moderiertes Komponistengespräch
Einführung und öffentliche Probe: 24. September 2011, 19.00 Uhr Kunstverein Heidelberg. Konzerteinführung: Dr. Lukas Haselböck (Wien)
Dieses Konzert im Rahmen des Projektes „Netzwerk Madrigal“ wird unterstützt durch die Kulturstiftung des Bundes, die Siemens Musikstiftung, die Landesstiftung Baden-Württemberg und den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Das KlangForum Heidelberg e.V. wird unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Heidelberg und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
[ zurück ]
