SCHOLA HEIDELBERG

Das Vokalensemble SCHOLA HEIDELBERG unter der Leitung von Walter Nußbaum schlägt seit seiner Gründung die Brücke zwischen Alter Musik und Neuer Vokalmusik. Die bis zu 16 Solisten des Ensembles beherrschen unterschiedlichste Stile und Vokaltechniken bis hin zu mikrotonaler Intonation, Stimm- und Atemgeräuschen und lassen – immer abseits des gängigen Repertoires – die Werke des 16./17. und des 20./21. Jahrhunderts einander befruchten.

Aus dem intensiven Bezug historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischer Musik entsteht so eine neue Interpretationskultur. In engem Kontakt mit führenden Komponisten der Gegenwart (u.a. Heinz Holliger, Helmut Lachenmann, Caspar Johannes Walter, Peter Eötvös, Stefano Gervasoni, Jan Kopp, Hans Zender, Carola Bauckholt) erarbeitet die SCHOLA HEIDELBERG ein umfangreiches Repertoire, präsentiert aber auch regelmäßig eigene Kompositionsaufträge, etwa die Werkreihen des Projekts Netzwerk Madrigal oder des Projekts Prinzhorn.

Unter dem Dach des KlangForum Heidelberg e.V. ist das Vokalensemble seit 1993 mit dem Instrumentalensemble ensemble aisthesis vereint. Außerhalb der eigenen Heidelberger Konzertreihe gastiert die SCHOLA HEIDELBERG international auf Festivals wie der Biennale Salzburg, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, dem Musikfest Berlin, den Salzburger Festspielen, Milano Musica in Mailand, Flandern Festival, dem Lucerne Festival, der Biennale in Venedig, dem mdr Musiksommer, dem Festival d’automne à Paris u.v.m. und arbeitet u.a. mit Ensemble Modern, dem WDR-Sinfonieorchester Köln, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden Freiburg, den Bamberger Symphonikern, der Deutschen Radio Philharmonie und dem Berliner Symphonischen Orchester zusammen.

Die 2001 erschienenen CDs mit Werken von Helmut Lachenmann bei KAIROS und Vokalkompositionen des 20. Jahrhunderts bei BIS wurden mehrfach international ausgezeichnet. 2005 erschien ebenfalls mit Werken von Lachenmann die DVD "Furcht und Verlangen" mit Werken in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. Die CD mit Gérard Griseys „Les Chants de l’amour“ bei KAIROS wurde 2008 mit dem diapason d’or ausgezeichnet. „NUN“ von Helmut Lachenmann wurde bei Ensemble Modern Media herausgegeben. Die CD mit Helmut Lachenmanns "Les Consolations" erschien im Januar 2009 bei KAIROS und wurde auf der Bestenliste 2/2009 der Deutschen Schallplattenkritik platziert. Im Oktober 2009 erschien die Porträt-CD mit Werken von Carola Bauckholt. Eine CD mit Werken von René Leibowitz ist seit Anfang 2013 erhältlich.
Die CD-Kollektion „ungesehen und unerhört“ (In Kooperation mit der Prinzhorn Sammlung Heidelberg entstanden) ist seit 2016 erhältlich.